engel-sitzendEngel

Engel sind himmlische Boten, welche uns ein Leben lang begleiten. Während Kinder noch eine starke Verbindung zu Ihrem Schutzengel und den Naturwesen spüren, geht diese Feinfühligkeit meist im Laufe des Lebens durch die alltägliche Hektik verloren. Die Lichtwesen sind jedoch auch dann an unserer Seite, wenn wir sie nicht direkt fühlen. So hat jeder Mensch von Geburt an seinen eigenen Schutzengel, welcher bis über den Tod hinaus stets liebevoll zur Stelle ist. Auf welche Weise die Engel Kontakt zu uns Menschen aufnehmen, ist sehr unterschiedlich. Sie können Ihre Erscheinungsform ändern, uns aber auch unsichtbar berühren oder zu uns sprechen.

Hellsichtige oder hellfühlige Personen berichten oft von Erfahrungen mit den Engeln, während andere im Lärm und Stress des Alltags keine direkte Verbindung zu den Lichtwesen herstellen können. Jene zweifeln dann mitunter an deren Existenz. Unzählige Begegnungen mit den Engeln beweisen jedoch, dass diese stets bei uns sind. Himmlische Boten warten darauf, dass wir den Kontakt zu Ihnen suchen. Dies kann in einer Meditation, im Gebet oder bei einem ruhigen Spaziergang in der Natur geschehen. Die Verbindung kann aber auch mithilfe eines Mediums hergestellt werden. Besonders Menschen, welche keine Erfahrung im spirituellen Bereich haben, sollten die Unterstützung eines Mediums in Anspruch nehmen. Ein Engelchanneling ist die direkte Verbindung zu unserem Schutzengel oder den Erzengeln.

Im zweiten Himmel oder der mittleren Ebene befinden sich die Kräfte, die für Formen zuständig sind. Die erste Gruppe der mittleren Ebene sind die Herrschaften oder griechisch „Kyriotes“. Ihre Aufgabe ist es, zum Erwachen des Göttlichen und zur Stärkung des Glaubens in uns beizutragen. Außerdem ist ihnen die Verantwortung auferlegt, auch alles hinsichtlich der unter ihnen angesiedelten Engelsklassen zu beaufsichtigen und zu regeln. Ihnen ist ein königlicher Habitus zu Eigen – ihr Name „Herrschaften“ ist schon ein Zeichen der Würde, mit der sie ihre Aufgaben versehen – weswegen sie auch oft mit einem Zepter ausgestattet gezeigt werden.

Die von ihnen aus strömende Energie ist die der reinen Gnade und Vergebung. Zu vergeben und zu verzeihen ist ihnen Macht verliehen und dies auf der Erde zu wirken. Wenn diese tiefe Empfindung wahrer Vergebung im Menschen ihr gutes Werk tut, so haben die Herrschaften daran ihren Anteil. Ihre bekanntesten Führer sind Zachariel, Zadkiel und Terathel.

Da Ihnen die Macht der Vergebung verliehen ist, ist es ihnen auch möglich, uns dabei zu unterstützen, dass wir uns nicht nur mit anderen, sondern vor allem auch mit uns selbst aussöhnen. Sich selbst zu vergeben ist für manche Menschen eine schwere Aufgabe und daher reichen uns die Herrschaften hier ihre Hand, auf dass wir Frieden in uns finden können und unsere Herzen nicht vergiften oder verschließen. Auf diese Weise helfen sie uns auch, immer mehr im jetzigen Augenblick zu sein, da wir mit ihnen die alten Beschuldigungen (uns selbst oder anderen gegenüber) aufgeben können. So kehrt die Gnade in unserem und dem Leben anderer Menschen ein.

Innerhalb des Aufbaus der Himmelshierarchien sind die Mächte ein Teil der zweiten Hierarchie oder Tirade. Es sind die Engelschöre dieser Ebene, die allem Irdischen Form und Gestalt verleihen. Es geht auf dieser Ebene also um Schöpfung und Liebe oder besser um die Schöpfung aus der Liebe. Dabei kommt den Mächten ein besonderer Platz zu:

Es sind die Mächte, die für die Zyklen und Bewegungen aller Sterne und Planeten verantwortlich sind. Ihnen sind auch die Naturgesetze anvertraut (und somit haben sie auch die Macht, sie durch ein „Wunder“ aufheben zu können). Andere Bezeichnungen für sie sind auch „die Kräfte“ oder „die Leuchtenden“. Ihr oberster Anführer und Gebieter ist der Erzengel Michael, der symbolisch auch der Streiter gegen das Dunkel, den Satan, die alte Schlange darstellt In gewisser Weise ähneln die Mächte auch den Schutzengeln, denn wie sie unterstützen sie uns Menschen in Notsituationen bzw. leihen uns ihre Kraft, wenn wie sie benötigen. Weitere Regenten auf dieser Ebene sind Barbiel, Hamaliel und Sabrael.

Durch die Mächte werden wir in unserem inneren Frieden unterstützt, welcher die Basis für unser Handeln sein sollte. Daher (und weil die himmlischen Helfer wissen, wie schwer dies sein kann), helfen uns die Mächte dabei, in unserer Gelassenheit und Harmonie zu bleiben. Ihre Lehren drängen sie uns aber niemals auf; sie wissen, wie wichtig es ist, dass wir selbst den Weg in unsere Kraft und Ruhe gehen lernen, doch geben sie uns Hinweise, die wir wahrnehmen können, wenn wir die Aufmerksamkeit dorthin richten.

Denn es gilt für den Himmel immer das Prinzip des freien Willens: Es ist unsere Entscheidung, uns das Leben einfacher oder schwerer zu machen. Haben wir uns für das Erste und damit für Harmonie und Gelassenheit entschieden, so leisten uns die Mächte dabei wie gesagt Unterstützung. Mit ihrer Hilfe kommen wir gestärkt aus unseren „Grenzsituationen“ (Karl Jaspers) heraus. Dank ihnen können wir die Dramen überwinden, das Alte und Belastende abgeben und uns einer neuen, heiteren und friedlichen Entwicklung zuwenden.

Schlussendlich sind sie auch die Hüter der menschlichen Geschichte und sind als Wesen erfüllt vom Glanz der Ewigkeit und von der Weisheit und Liebe des Himmels.

Es gibt unzählige Engel, nicht nur in der christlichen Mythologie. In der Regel werden sie als mächtige Wesen beschrieben, die uns, hin und wieder, in geflügelter, menschenähnlicher Gestalt erscheinen. Doch die Engelswelt und ihr Aufbau ist weitaus vielfältiger und vielschichtiger.

Der griechische Schriftsteller Dionysios Areopagita (6. Jh) hat mit seinem Werk „Über die himmlische Hierarchie“ seinen Teil beigetragen, uns die Himmelsscharen und deren Wirken besser vorstellen zu können. Ihm zufolge gibt es drei Engelshierarchien respektive -sphären, von denen jede aus einer Triade besteht. Die erste der Hierarchien ist diejenige, die Gott am Nächsten ist. Ihr gehören die Throne (hebräisch Ophanim) an, gemeinsam mit den Seraphim und den Cherubim. Diese Sphären stehen in direkter Verbindung zu Gott und die Engelscharen hier sind, im Gegensatz zu „normalen“ Engeln, Wesen aus Licht und Energie.

Das äußere Erscheinungsbild der Throne beschreibt Dionysios, als vier ineinander verschlungene Räder, an deren Außenseite vier Flügel und viele tausend Augen zu erkennen sind. Sie sind den Seraphim und Cherubim zwar untergeordnet, dennoch sind sie Gott näher als ihre himmlischen „Vorgesetzten“. Als Symbol für den ewigen Kreislauf der Lebensenergie und des kosmischen Willens, sind sie in der Lage, die Energie des Lebens durch bloße Kraft ihrer Gedanken zu Materie werden zu lassen. Außerdem sorgen Throne für das Gleichgewicht des Universums und sie dienen Gott als seine engsten Berater. Dadurch sie niemals schlafen, haben sie zudem die Aufgabe, seinen Thron zu bewachen und das gesamte Universum mit göttlicher Energie zu versorgen. Angeführt werden diese himmlischen Boten von den Erzengeln Tzaphkiel und Oriphiel. Ersterer wird auch „Engel des Verstehens und der Barmherzigkeit“ genannt, während Oriphiel über die Planetensphären herrscht.

Im ersten Himmel bzw. der dritten Hierarchie befinden sich die uns Menschen am nächsten stehenden Engel. Sie sind die Begleiter unserer Seelen und ihre und unsere Empfindungen sind am besten aufeinander abgestimmt, weshalb wir Menschen sie auch am einfachsten wahrnehmen können (in Channelings und auf andere Arten). Jedem der drei Chöre dieser Ebene ist eine andere Aufgabe anvertraut. Die Fürstentümer, die auch „Archaii“ oder Urkräfte genannt werden, sind hierbei für die ganze Menschheit verantwortlich.

D.h. Ihnen obliegt die Leitung und Begleitung der Völker und Gemeinschaften der Erde, ebenso wie sie für die Herrscher der Erde zuständig sind, für die Regenten und Führer unter uns Menschen. Die Archaii sind auch für größere Städte auf der Welt verantwortlich. Sie wirken auf die geistige Energie und das Bewusstsein der ihnen Anvertrauten ein, d.h. sie bestärken Menschen wie Gemeinschaften in ihrem Empfinden der Selbstverantwortlichkeit, damit beide bestärkt werden, den für sie bestimmten Weg zu gehen. Ihre Aufgabe besteht auch darin, den Religionen den richtigen Weg zu weisen. Einer der bekannteren Fürsten unter ihnen ist der Archaii Cerviel.

Mit ihren Kräften dem Dienst an der Menschheit verpflichtet, erheben sie auch die göttliche Liebesfähigkeit in uns, damit Menschen sich als Brüder und nicht als Feinde verstehen lernen. Da für diese Einsicht auch eine energetische Harmonie nötig ist, wirken sie auch direkt auf unsere sieben Energiezentren, d.h. die Chakras, ein, damit wir ausgeglichen sind und unsere Energie erhöht werden kann. Dabei findet auch ein Ausgleich zwischen den weiblichen und männlichen Urkräften, welche jedem Menschen in unterschiedlichen Anteilen gegeben sind, statt. Die Ausdrucksformen, in denen sich dieser Ausgleich dank der Fürstentümer in uns manifestieren kann, sind die Anmut und die Furchtlosigkeit.

Im zweiten Himmel sind die Kräfte beheimatet, welche uns zu lieben und zu verstehen helfen. I dieser Gruppe, die man auch Weltenkräfte oder Weltenlenker nennt, sind auch die Gewalten (oder Tugenden, wie man sie ebenfalls nennt) vertreten. Die Gewalten nehmen eine Art Wächterfunktion zwischen der himmlischen und der irdischen Sphäre ein. Eine ihrer Aufgaben ist es, die himmlische Sphäre vor negativen Einflüssen der irdischen zu behüten. Wie ihr Name schon andeutet, ist ihnen Gewalt, also Macht, anvertraut. Daher finden sich oft Darstellungen von ihnen, in denen sie mit Schwert oder Donnerkeil gezeigt werden.

Zu ihren Aufgaben gehört es auch, die Welt im Gleichgewicht zu halten und als Beschützer vor negativen Einflüssen gegen Dämonen, also Wesen aus der niederen Sphäre, zu kämpfen. Außerdem geleiten sie verlorene Seelen auf den rechten Pfad zurück. In uns selbst manifestieren sie sich auch als das Verlangen, dem Bösen Widerstand zu leisten und gute Werke zu tun. Sie schrecken auch nicht davor zurück, ihren Donnerkeil zu gebrauchen, um uns deutliche Warnsignale zu geben: Manch einer hat von ihnen schon ein „Wach auf!“ in Form eines klaren Signals bekommen, wenn uns darum geht, dass wir wieder den rechten Weg einschlagen sollen. Bekannte Vertreter der Gewalten sind zum Beispiel Verchiel und Camael.

Vor allem aber ist es den Gewalten wichtig, dass wir selbst unseren Willen und Glauben stärken – in beiden sind wir frei und es liegt an uns, auf die Signale zu achten, die sie uns geben. Von ihnen kommt auch die Unterstützung hinsichtlich der Manifestation unserer Wünsche: Solange wir fest und unerschütterlich und vor allem aus vollem Herzen an uns und das Anrecht auf unsere Wünsche glauben, werden sie uns unterstützend beistehen. Sofern diese Erfüllung unserem Wohle und unserer Entwicklung dient – und uns zur höchsten Freude führt (denn die Freude ist neben der Liebe die größte Kraft im Universum). Durch die Gewalten werden also unsere Wünsche und Träume manifestiert. Außerdem obliegt es ihnen, die Menschen das Gute und Positive bzw. den Glauben daran zu lehren. Von ihnen stammen die Kräfte, die zur wahren Meisterschaft führen – zur Überwindung der Schatten in uns und zum Erlangen der Meisterschaft.

Die Seraphim sind gemeinsam mit den Cherubim zur höchsten Hierarchie der Engel zugehörig. Sie sind die Engel, die Gottes Antlitz gesehen haben und sie handeln treu nach dessen Regeln. So kann man sie auch als Vollstrecker des Willens Gottes bezeichnen. Ihr physischer Ausdruck ist der Tierkreis. In bildlichen Darstellungen sieht man sie mit sechs Flügeln, mit einem menschlichen Antlitz.

Bei den Seraphim handelt es sich um Wesenheiten, die nicht in Subjekt und Objekt zerfallen sind, sondern bei denen diese beiden Kategorien zusammentreffen. Sie würden nicht sagen, außer ihnen seien Dinge, sondern die Welt sei und sie seien die Welt und die Welt sei sie.
Die Seraphim nehmen die göttlichen Pläne entgegen und entwickeln sie durch das Planetensystem von Saturn, Uranus, Sonne, Pluto, Mond, Venus, Erde, Jupiter, usw.
Die Seraphim haben die Aufgabe, die Ideen und Ziele eines Weltensystems umzusetzen und zu formen. Die Cherubim haben als nächstniedrige Ebene die Aufgabe, das Ganze weiter auszubauen.

Wie offenbaren sich die Seraphim?

Die Seraphim gehören zu den höchsten geistigen Wesenheiten und sind paradoxerweise durch ihre Unwahrnehmbarkeit wahrnehmbar. In der Natur zeigen sie sich in Blitzen und Vulkanfeuern. Die Seraphim sind also diejenigen Kräfte, die in der Materie walten – zum Beispiel in Form von Elektrizität.
So liegt es auf der Hand, dass die Seraphim sowohl eine schöpferische als auch eine zerstörerische Kraft innehaben.

Je höher die Stufe, der die Engel angehören, umso mehr streben sie danach, den niedrigeren Stufen zugeteilt zu werden. Sie wollen die Reserven der Helfer sein.
sie studieren Sprachen und Geschichte der Menschen.